Exkursion der Klasse BK1W2 zur KZ-Gedenkstätte Neckarelz

Am Dienstag, den 28. Februar 2012 besuchte die Klasse BK1W2 mit ihrer Klassenlehrerin Frau Glittenberg die KZ-Gedenkstätte Neckarelz. Diese Exkursion fand im Rahmen des Deutschunterrichts statt, um die geschichtlichen Hintergründe des Romans "Der Vorleser" von Bernhard Schlink zu erfassen. Von Frau Dorothee Roos, der Vorsitzenden des Vereins der Gedenkstätte, erfuhren wir über die Geschichte des Lagers.

Im Frühjahr 1944 zwangen die zunehmenden Bombenangriffe der Alliierten die deutsche Rüstungsindustrie in unterirdische Verstecke. Für die Daimler-Benz-Flugzeugmotorenfabrik in Genshagen bei Berlin bot sich der Gipsstollen Obrigheim wegen günstiger Verkehrsverbindungen an. Von März 1944 bis März 1945 wurden etwa 5000 Menschen an den Neckar verschleppt. Zuerst entstand das Lager Neckarelz in der Grundschule des Dorfes. Später kamen weitere Lager dazu: es entstand der Komplex der "Neckarlager". Alle waren Außenlager des Stammlagers Natzweiler-Struthof im Elsass. Die KZ-Häftlinge wurden vor allem als "Bauhäftlinge" eingesetzt. An den Maschinen der Flugzeugproduktion arbeiteten dann andere Zwangsarbeiter. Insgesamt beschäftigte das Projekt unter dem Tarnnamen "Goldfisch" etwa 10 000 Menschen.

Die heutige Gedenkstätte befindet sich unmittelbar gegenüber der Clemens Brentano-Schule, der heutige Schulhof war damals Appellplatz des Konzentrationslagers.

Der Besuch der KZ-Gedenkstätte hat die Schüler sehr beeindruckt, wie folgende Schüleraussagen zeigen:

"Mich hat es sehr bewegt, wie die Menschen dort leben mussten. Es hat mich schockiert, wie der Tag in einem KZ aussah. Die Menschen haben sehr viel Schlimmes miterlebt."

"Mich hat am meisten berührt, dass die Menschen so wenig zu essen bekommen haben und als Tiere bezeichnet worden sind. Sie mussten sehr hart arbeiten, konnten sich kaum ausruhen und wurden geschlagen. Sie haben um ihr Leben gekämpft und hatten die Hoffnung, irgendwann wieder frei zu sein."

"Ich fand den Besuch der Gedenkstätte gut, denn so konnte ich mir ein Bild machen, wie die Menschen sich in so einem Lager gefühlt haben. Man sollte diese schreckliche Zeit nicht verdrängen."

Elisabeth Glittenberg



Tag der Mathematik

Am Mittwoch, 29. Februar 2012, fuhren fünf Schüler der Klasse 2BFW2.3 zusammen mit ihrem Mathelehrer zum "Tag der Mathematik" ins Neuenheimer Feld nach Heidelberg. Um dort rechtzeitig ankommen zu können, begann die Fahrt bereits um 7:00 Uhr in Walldürn. Einige Schüler mussten also bereits mit dem ersten Zug aus Miltenberg kommend fahren. Nach der Anmeldung in der Universität ging es direkt in einen großen Hörsaal, in welchem die über 500 Teilnehmer begrüßt wurden.

Anschließend referierte ein Dozent über das Thema "Von Hunden, Fahrrädern und Nachtfaltern". Weiter folgte ein eineinhalbstündiger Team-Wettbewerb, bei dem insgesamt 38 Gruppen der überwiegend gymnasialen Mittelstufe gegeneinander antraten (unser Team war das einzige Realschulteam!). Die wohlverdiente Mittagspause wurde genutzt, um sich in der Uni-Mena bei Spaghetti Bolognese zu regenerieren. Nachmittags stand ein umfangreicher Matheparcours auf dem Programm, bei dem u. a. das Nagelproblem thematisiert und das Multiplizieren von Zahlen mit Hilfe von Parabeln eindrucksvoll demonstriert wurde. Nach der Siegerehrung ging es mit den gewonnenen Erkenntnissen und einem guten 21. Platz wieder heimwärts.

Martin Wild

Das Bild zeigt v.r.n.l. die erfolgreichen Teilnehmer Lukas Knäble, Julia Beim, Sabrina Trunk, Ebru Acikgöz, Anja Ballmann sowie StR Martin Wild.

Schüler der W3KE beim Edeka-Wettbewerb erfolgreich

Unsere Auszubildenden gewannen eine Reise nach Valencia. Der Zeitungsartikel aus den Fränkischen Nachrichten (vom 17.6.11) kann hier als Pdf runtergeladen werden.





Seminarkurs referierte erfolgreich über wirtschaftethische Fragestellungen

Der Seminarkurs Wirtschaftsethik der Frankenlandschule Walldürn referierte über wirtschaftsethische Fragestellungen Ereignisse wie die Atomkrise in Japan oder der Dioxinskandal zeigen, dass Wirtschaften ohne Ethik gravierende Folgen für Mensch und Umwelt haben kann.

Im Rahmen einer Vortragsreihe haben 18 Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses Wirtschaftsethik der Frankenlandschule Walldürn ihre Ergebnisse über das Verhältnis zwischen Wirtschaft und Ethik der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Seminarkurs kann von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 1 (12. Klasse) des Wirtschaftsgymnasiums gewählt werden. Hierbei geht es einerseits darum, die Jugendlichen in besonderem Maße auf das wissenschaftliche Arbeiten an Universitäten und Hochschulen vorzubereiten, andererseits bietet der Seminarkurs die Möglichkeit, Themenbereiche genauer zu beleuchten, die der Lehrplan in dieser Weise und in diesem Ausmaß nicht vorsieht. Die Teilnehmer setzten sich seit Beginn des Schuljahres 2010/11 intensiv mit wirtschaftsethischen Problemstellungen auseinander. Hierbei bemerkten die Seminarkursteilnehmer schnell, dass sich diese Art von Unterricht sehr deutlich von den sonst gewohnten Unterrichtsformen unterscheidet: Eigenständige und selbstorganisierte Recherchen, eigenverantwortliches Arbeiten im Team, Umfragen/Befragungen, Besuch von Bibliotheken, etc. gehörten zu den Aufgaben mit dem Ziel, eine Dokumentation und Präsentation zu erstellen, welche im Rahmen einer Vortragsreihe in der Woche vom 06.06.-10.06 an der Frankenlandschule Walldürn vorgestellt wurde.

Der erste Themenabend stand unter dem Motto: "Wie viel Ökonomie verträgt die Ethik, wie viel Ethik die Ökonomie?" Der zweite Themenabend beschäftigte sich mit der Fragestellung: "Wie kann ein Unternehmen in Deutschland ökonomisch arbeiten, aber zugleich ökologische und soziale Aspekte berücksichtigen?" Die Abschlussveranstaltung behandelte das brisante Thema: "Ausbeutung der Dritten Welt durch Industriestaaten -Tatsache oder Unterstellung?". Die Resonanz des Publikums zeigte, dass diese Themen immer mehr an Bedeutung gewinnen werden und Wirtschaften mehr ist als bloße Gewinnmaximierung. Sowohl für die Kursteilnehmer als auch für die betreuenden Lehrerinnen, Frau Lotter und Frau Dörner war der Seminarkurs eine sehr aufregende und lehrreiche Zeit mit sehr vielen neuen Erfahrungen.

Simone Dörner, StR 'in